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Büste von Pythagoras von Samos

Büste von Pythagoras von SamosAlabasterbüste
 
Art.Nr.:EG-00239

Pythagoras von Samos, Büste ca. 15 cm hoch.
 
Pythagoras von Samos (* um 570 v. Chr., † nach 510 v. Chr.) war ein griechischer Philosoph und Gründer einer einflussreichen religiös-philosophischen Bewegung.

Wegen der ungünstigen Quellenlage, der schon früh wuchernden Legendenbildung und Widersprüchen in der Überlieferung sind viele Angaben über das Leben des Pythagoras seit langem umstritten. Dennoch zeichnet sich heute in der Forschung ein ungefährer Konsens über die Grundzüge ab. Es ergibt sich folgendes Bild: Pythagoras wurde wohl um 570 v. Chr. als Sohn des Mnesarchos geboren, der auf der Insel Samos lebte. Mnesarchos stammte wahrscheinlich nicht (wie behauptet wurde) aus einer vornehmen samischen Familie, sondern war ein eingewanderter erfolgreicher Kaufmann (nach anderer Überlieferung Steinschneider). In seiner Jugend machte Pythagoras sich in Ägypten und Babylonien eingehend mit Mathematik, Astronomie, Naturphilosophie und verschiedenen religiösen Anschauungen vertraut und kehrte dann nach Samos zurück. Dort hatte 538 der Tyrann Polykrates die Macht an sich gerissen. Pythagoras stand in Opposition zu diesem Machthaber und verließ die Insel. Frühestens 532, spätestens 529 tauchte er im griechisch besiedelten Unteritalien auf und gründete eine Schule in Kroton (heute Crotone in Kalabrien). Deren Mitglieder (d.h. der innere Kreis) bildeten eine enge Gemeinschaft, legten sich auf eine genau geregelte, bescheidene Lebensweise fest ("pythagoreische Art des Lebens") und verpflichteten sich zur Treue untereinander und Verschwiegenheit nach außen. Pythagoras, der ein vorzüglicher Redner war, erlangte großen Einfluss auf die Bürgerschaft, den er auch politisch geltend machte. Er gewann auch in anderen Gegenden der Region Anhänger, sogar unter der nichtgriechischen Bevölkerung. Im Konflikt Krotons mit der Stadt Sybaris, der anscheinend von den Sybariten provoziert wurde, trat er für eine feste Haltung ein. Weil Kroton sich auf Veranlassung des Pythagoras weigerte, geflüchtete sybaritische Oppositionelle auszuliefern, brach 510 der Krieg aus, der mit der Zerstörung von Sybaris endete. Nach dem Sieg kam es in Kroton zu inneren Spannungen, unter anderem wegen der Verteilung des eroberten Landes, und der Unmut der Bürger richtete sich gegen die Pythagoreer. Pythagoras verließ die Stadt und übersiedelte nach Metapontion (heute Metaponto in der Basilikata), wo er den Rest seines Lebens verbrachte und in hohem Alter starb. In Kroton brach nach seiner Abreise der Konflikt offen aus, und die Pythagoreer unterlagen. Eine abweichende Überlieferung, der zufolge Pythagoras in Kroton blieb und den dortigen Unruhen zum Opfer fiel, ist nicht glaubwürdig. Die Metapontier, bei denen Pythagoras in hohem Ansehen stand, wandelten nach seinem Tod sein Haus in ein Demeterheiligtum um. Anhänger des Pythagoras schrieben ihm Wundertaten und geradezu göttliche Fähigkeiten zu. Die Legende von seinem goldenen Schenkel diente dazu, ihn mit Apollon zu identifizieren; manche betrachteten ihn als Sohn Apollons.

Quelle Wikipedia

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