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Friedrich Schiller

Friedrich Schiller

Büste des deutschen Dichter
Art.Nr.:EG-0007.30

Grösse:

 
 
Büste von Friedrich Schiller in zwei Grössen.

Friedrich Schiller

Als Versandkosten berechnen wir EUR 7,00 bzw. EUR 10,00 für die 40er Büste.

Johann Christoph Friedrich Schiller wurde als Sohn des Wundarztes Johann Caspar Schiller und Dorothea Schiller, in Marbach am Neckar geboren. Da der Vater eine Anstellung als Werbeoffizier bekam, siedelte die Familie 1763 nach Lorch über. Kurz nachdem 1766 seine Schwester Luise Schiller geboren wurde, zog die Familie nach Ludwigsburg um. Im gleichen Jahr tritt Friedrich in die Lateinschule ein. 1772 startet Schiller die ersten Dramenversuche.

Trotz des Protestes seiner Eltern wurde der pubertierende Friedrich 1773 vom Herzog gezwungen, in die Militärakademie Hohe Karlsschule einzutreten, wo er vorerst Rechtswissenschaften studierte. Hier war er durchorganisiertem Drill ausgesetzt und war daher vermutlich noch mit fünfzehn Jahren Bettnässer, weswegen er zweimal hart bestraft wurde. Heimlich las er mit Kameraden verbotene Bücher und schnupfte Tabak.

Als 1775 die Akademie von Schloss Solitude in die Innenstadt von Stuttgart verlegt wurde, wechselte Schiller von den Rechtswissenschaften zur Medizin über. Während dieser Zeit las er intensiv die Dichter des Sturm und Drangs und arbeitete an dem nicht erhaltenen Drama Der Student von Nassau. 1776 erschien sein erstes gedrucktes Gedicht Der Abend. Im gleichen Jahr beschäftigte sich Schiller mit Rousseau, Plutarch, Goethe und Shakespeare und begann die Arbeit an den Räubern. 1779 begann Schiller mit den Prüfungsarbeiten und bat um Entlassung aus der Militärakademie, was jedoch abgelehnt wurde. Erst im Jahr 1780 durfte er die Akademie verlassen und schloss seine Dissertation ab. Er wurde Militärarzt.

1781 vollendete er das Drama Die Räuber, das noch im selben Jahr anonym gedruckt wurde. Auf der Festung Hohenasperg traf er zum ersten Mal auf Schubart. Am 13. Januar 1782 wurde Schillers Drama Die Räuber vom Mannheimer Theater aufgeführt und löste Jubelstürme aus. Herzog Karl Eugen, dem das Treiben Schillers missfiel, verbot ihm bis auf weiteres Komödien und dergleichen Zeugs zu schreiben. Jugendliche in Süddeutschland gründeten nach der Lektüre Räuberbanden. Der Freiheitsdrang des Stücks durchdrang die Gesellschaft.

Eine Affäre zu seiner wesentlich älteren Zimmerwirtin Luise Dorothea Vischer stritt Schiller wehement ab.

Am 22. September floh Schiller mit seinem sehr guten Freund Andreas Streicher aus Stuttgart und reiste nach Mannheim, wo er das Drama Fiesko vorlas. Es folgten Reisen nach Frankfurt am Main, Oggersheim und Bauerbach. Ende 1782 erschien die Anthologie auf das Jahr 1782, mit dreiundachtzig meist von Schiller verfassten Gedichten. Streicher verarbeitete die Flucht in einem eigenen Buch.

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Literaturgeschichtliche Bedeutung 
Schiller ist ein Zeitgenosse des Übergangs vom absolutistischen zum bürgerlichen Zeitalter und der Französischen Revolution. Da sich das Bürgertum unter dem – in Deutschland kleinstaatlichen – Absolutismus nicht politisch artikulieren konnte und durfte, wurde die Literatur in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einem zentralen Medium der Entfaltung des bürgerlichen Selbstbewusstseins. Das Pathos und die Empfindsamkeit in Schillers Werken bis um 1785 sind Ausdruck der Steigerung des Menschlichen, ein Prinzip, das dem Politischen im Sinne des Absolutismus als Machtspiel entgegengestellt wurde. Das Bürgerliche Trauerspiel als vorherrschendes Formelement (beziehungsweise dessen Gegensatz 'Menschliches - Machtspiel' in den frühen Dramen bis „Kabale und Liebe“) spiegelt dies wider.
 
Nach der Periode zwischen 1785 und 1795 mit Werken wie „Don Carlos“ und grundlegenden literaturtheoretischen Abhandlungen wie „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ und „Über naive und sentimentalische Dichtung“ entstehen zwischen 1795 und 1805 vor allem Dramen, die der Weimarer Klassik zuzuordnen sind. In ihnen setzte Schiller das Programm der ästhetischen Erziehung des Menschen um – den Ausgleich von Verstand und Gefühl. Er beabsichtigte, mit der Wirkung auf das Publikum durch den Wechsel von Idyllik und Dramatik den ästhetischen Menschen zu formen – als Voraussetzung für den gewaltfreien Übergang zu einem vernünftigen Staat und als Gegenprogramm zur Französischen Revolution wie auch zur zeitgenössischen Politik, in der er nur rohe Kräfte am Werk sah.
 
Schiller ist nicht nur Verfasser unerschöpflich bild- und sprachkräftiger Dramen wie „Die Räuber“, „Don Carlos“, „Die Jungfrau von Orleans" oder „Wilhelm Tell", sondern auch der politische Dichter in deutscher Sprache, der die Vernunfts-, Humanitäts- und Freiheitsideale am Ende des 18. Jahrhunderts ohne Kompromisse in der Literatur zum Ausdruck brachte. In Schillers eigenen Worten gesagt ist der „Bau einer wahren politischen Freiheit„ das „vollkommenste aller Kunstwerke“ („Zweiter Brief über die ästhetische Erziehung des Menschen“).