Der leicht durchscheinende Alabaster hat Ähnlichkeit mit Marmor, Milchglas oder auch Stein, gehört aber zu keiner dieser Kategorien, sondern ist ein natürlich vorkommendes gipshaltiges Sedimentgestein.
Seine Farbe kann je nach Förderstelle weiß, hellgelb, rötlich oder grau sein.
Da Alabaster deutlich weicher als Stein und Marmor, aber härter als herkömmlicher Gips ist, wurde er gerne für Vasen und Kunstgegenstände verwendet. Alabaster eignet sich zur Herstellung kleiner Schmuckgegenstände, wie für lebensgroße Skulpturen und Reliefe.
Es wird vermutet, dass der Begriff Alabaster aus dem Ägyptischen stammt. Er könnte sich von der oberägyptischen Stadt Alabastron ableiten; andere Vermutungen gehen dahin, dass er aus dem Wort alabe (gr. für "ohne Henkel") entstanden ist.
Im Barock galt alabasterfarbene Haut als Schönheitsideal adeliger Damen.
Entstanden ist Alabaster vor vielen Jahrmillionen in Wasserblasen, die durch den Rückzug des Meeres im felsigen Gestein zurückgeblieben sind und besteht aus Kreide, Sulfat und Kalziumhydrat und Kristallwasser, was ihm seine Struktur und Transparenz verleiht.
Beim Abbau von Alabaster findet man eiförmige Blöcke von 1 bis 3 Metern Länge. Auch heute noch wird Alabaster gefördert und verarbeitet. Ein Zentrum der europäischen Alabasterverarbeitung ist das italienische Volterra, wo Alabaster schon seit etruskischer Zeit abgebaut wird.
|