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Büste von Fryderyk Franciszek Chopin, ca. 15 oder 30 cm hoch. Versandkosten innerhalb Deutschland EUR 5,50 bzw. EUR 7,00.
Chopin wurde als Fryderyk Franciszek Chopin in Zelazowa Wola, Polen geboren. Wer über Frédéric Chopin schreibt, kommt an seinem Vater Nicolas kaum vorbei, fast jede Biographie widmet diesem beherzten Abenteurer ein Kapitel, weil sein Werdegang erklärt, warum sein Sohn, der Komponist mit dem französischen Namen, Pole war. Nicolas Chopin, der auf dem väterlichen Weingut in Lothringen sein Auskommen gehabt hätte, schnürte als junger Mann sein Bündel und wanderte 1788 nach Polen aus, verdingte sich dort als Bürokraft und Hilfsarbeiter, nahm die polnische Staatsbürgerschaft an und kämpfte in den Freiheitskriegen der 1790er Jahre für Polen. Als er die aus gutbürgerlichen Verhältnissen stammende Justyna Krzyzanowska kennenlernte, war das Glück auf seiner Seite. Die Familie Krzyzanowski begrüßte diese Verbindung und verhalf Nicolas Chopin zu einem einträglichen Beruf, der die sechsköpfige Familie (Frédéric hatte noch drei Schwestern) ernähren konnte. Französisch zu sprechen galt in den gehobenen Kreisen des polnischen Bürgertums zu der Zeit als absolutes Muss und Nicolas Chopin offenbarte sich als idealer Lehrer.
Frédéric Chopin und seine Schwestern wurden somit in eine heile Welt hineingeboren, die von Herzlichkeit und Toleranz geprägt war. Sein musikalisches Talent zeigte sich früh, er galt als Wunderkind und komponierte schon im Alter von 7 Jahren. Seine erste Polonaise wurde 1817 gedruckt. Chopins Status als Wunderkind dürfte die Ursache für Unklarheiten hinsichtlich seines Geburtsdatums sein - Wunderkinder machte man gern jünger, als sie tatsächlich waren. Geburten wurden zu dieser Zeit längst registriert, jeder wusste, wann und wo er geboren ist, für Chopin hingegen gibt es drei Daten zur Auswahl: 8. Mai 1809, 22. Februar und 1. März 1810.
Chopin absolvierte die Mittelschule (bis 1826) und studierte anschließend am Konservatorium in Warschau Klavier und Komposition bei Josef Elsner. Er komponierte eifrig und legte die Ergebnisse seinem Lehrer Elsner vor, der dazu feststellte: " Er meidet die ausgetretenen Pfade und gewöhnlichen Methoden, aber auch sein Talent ist ungewöhnlich" . Sein zweites veröffentlichtes Werk, die unter der opus-Zahl 2 erschienenen Variationen über das Thema " Là ci darem la mano" aus der Mozart-Oper Don Giovanni erregte wenige Jahre später Aufsehen in Deutschland. 1831 schrieb der Komponist Robert Schumann als Musikkritiker in der Leipziger " Allgemeinen Musikalischen Zeitung" unter dem Titel " Ein Werk 2 mit dem Ausruf " Hut ab Ihr Herren, ein Genie" eine huldigende Rezension über Chopins Bearbeitung.